Multimess V1

Hinter dem Projekt mit dem Namen "Multimess; V1.0" steht ein universal Gerät, was ein integriertes, digitalsteuerbares Netzteil und ein steuerbares Multimeter besitzt.

Das Netzteil wird für bis zu 30V und 5A ausgelegt sein.
Das Multimeter wird wie ein herkömmliches Messgerät Strom, Spannung und Widerstand messen können.

Der große Unterschied hierbei ist allerdings, dass das ganze Gerät über ein kleines Bedienfeld und ein 7-Zoll-Touch-Display zu steuern ist.

Das Display ist von Pollin und ist 1024x600 Pixel groß. Preislich ist es dort für etwa 50 Euro zu haben. Angeschlossen wird es bei mir über HDMI und USB (Für die Touch-Funktion).

In diesem Gerät wird ein Raspberry Pi Model B mit 512MB-RAM seine Aufgabe verrichten.
Der Vorteil bei einem solchen Computer ist, dass er klein und Stromsparend ist.

Die spätere Software ist derzeit nur als grobes Design vorhanden.

Das Bedienfeld werde ich entweder über einen USB-Keyboard-Modul, über UART oder I2C anschließen. Sicher bin ich mir noch nicht.

Das Netzteil und die Messeinheit werde ich über I2C an den Raspberry Pi anschließen.

An dem Gerät selber sind 2 USB Buchsen und eine Serielle Schnittstelle herausgeführt, an die man auch von extern Geräte anschließen kann. Da der Raspberry Pi aber nur 2 USB schnittstellen besitzt, werde ich dazu noch einen 4-Port USB-Hub verbauen.
Eine Liste mit funktionierenden und getesteten USB-Hubs findet man hier: USB-Hubs

Angefangen habe ich wie bei jedem Projekt mit einem Layout.



Das Layout habe ich mir von meinem Freund Mario ausfräsen lassen. (Ich selbst habe mir noch keine Fräser für meine CNC geholt...kommt aber noch...).

Nachdem ich die Frontplatte bekommen habe, musste ich diese trotz allem noch etwas nach bearbeiten, da z.B. das Datenkabel des Displays sonst gequetscht worden wäre oder das Display nicht richtig gepasst hätte, da die Ecken nicht richtig Eckig waren.




Lackiert habe ich diese Platte nicht, da ich mal etwas neues Ausprobieren wollte. Statt eine Lackierung aufzutragen wollte ich lieber mal eine Folie auf der Front haben. Somit kann ich mir auch gleich ein Bedienfeld auf die Folie drucken lassen.
Die Folie (334,5 x 138,4mm) habe ich bei der Firma "Advanced ARTEC Media GmbH" (Link findet Ihr in meiner Linkliste) in Bad Kreuznach anfertigen lassen. Kosten dafür: 60 Euro. Preis/Leistung: Top.



Auf dem Nachhauseweg noch einen kurzen Halt im Baumarkt gemacht ein Teppichmesser und Doppelseitiges Klebeband gekauft. Zuhause dann zuerst mal die Folie ausgerichtet und das Loch für das Display und die Einsätze grob ausgeschnitten (diese werden später nochmal genau ausgeschnitten).

Danach das Frontpanel über die komplette Fläche mit Doppelseitigem Klebeband versehen und die Löcher für die Einsätze und überstehenden Ränder mit dem Teppichmesser weggeschnitten. An der Frontplatte direkt geht es dann auch einfacher, da man einfach nur am Rand entlang fahren muss.
Hierbei sollte man unbedingt beachten, dass man das Messer senkrecht hält, da man ansonsten evtl. zuviel oder zu wenig vom Rand abschneidet. Letzteres wäre ja nicht so schlimm.

Dann die Folie nochmal ausgerichtet. Sobald alles passt, kann man die Erste Reihe des Klebebandes abziehen und festkleben...falls es noch nicht hundertprozentig passen sollte, kann man die Folie ohne Probleme nochmal abziehen und nochmal neu ausrichten. Die Folie ist aus etwas dickerem Material und daher auch nicht so einfach (bzw. gar nicht) zu zerreißen.




Jetzt noch die Ränder für das Display, die Löcher für die Einsätze und den äußeren Rand der Frontplatte sauber herausgeschnitten, die Einsätze und das Display eingesetzt und fixiert.





Das Projekt schreitet jetzt wieder langsam voran.

Ursprünglich hatte ich mal vor, auf dem Raspberry Pi eine Virtuelle Maschine laufen lassen. Das habe ich mir aber mittlerweile aus dem Kopf geschlagen habe, da es zu langsam geworden wäre und auch die Hardware nicht wirklich zusammenpassen.

Genauso werde ich die Tasten nicht über einen USB-Controller an den PI anbinden, sondern über die Stiftleisten mit den IOs.

Wegen der Programmierung habe ich zusätzlich etliche Stunden im Netz verbracht, um mir Informationen aus dem Netz bezüglich der GUI-Programmierung (Grafical User Interface) zu besorgen.

Ich habe mittlerweile 4 verschiedene Programme getestet ( CodeBlocks, Gambas, Glade, Qt-creator), wobei mir Qt-creator am besten gefiel und es meiner Meinung nach am schnellsten arbeitet.
Mit Qt-creator habe ich jetzt erstmal das Oberflächendesign erstellt. Die eigentliche Programmierung wird für mich aber noch ziemlich Nervenaufreibend und Lern-Intensiv werden, da es für mich absolutes Neuland ist, da ich nicht, wie bisher, mit Basic arbeiten kann, sondern mit C++ arbeiten muss. Dies stand sowieso schon seit langer Zeit auf meiner ToDo-Liste... ;-)

Was aber noch vor der eigentlichen Programmierung erfolgt, ist die Anfertigung des Layouts der Tastengruppe auf der Rechten Seite des Displays, sodass ich nicht extra nochmal einen Testaufbau machen muss.

Das Board wird dann auch so entwickelt, dass ich wahlweise auf I2C aber auch auf eine Direktverdrahtung zurückgreifen kann. Dann kann ich auch die Verschiedenen Möglichkeiten testen und schauen, wie es am besten ist.

Weitere Bilder der bisherigen Entwicklung werde ich noch hochladen.
Geschrieben von Listner-Elektronik , 23. Oktober 2014
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